Porsche 911 2.4 E Targa

Baujahr 1972, maching numbers, in den letzten 5 Jahren sind € 75.000,- mit Rechnungen belegbar, investiert worden, fährt sensationell 

Hubraum: 2341
Motorleistung (kw/PS): 140/190
Leergewicht: 1020
Tachostand:  tkm
Sonstiges: Ab diesem Modell wurde das Schaltschema gewechselt. Der erste Gang war nun nicht mehr hinten links, sodern links vorne.

€ 109 000,- 

Allgemeines zum Porsche 911

 

Der Porsche 911 ist der Nachfolger des Porsche 356 und wurde 1963 auf der IAA in Frankfurt am Main, dort noch als 901, vorgestellt.

Mit dem 911 wurde die Tradition bei Porsche, alle Fahrzeuge unter der internen Entwicklungsnummer zu vermarkten, fortgesetzt.

Bei jeder technischen Veränderung des 911ers wurde bei Porsche intern eine neue Modellbezeichnung gewählt. Der erste 911 aus dem Jahr 1963 war das A-Modell. Das 1973 neu vermarktete Modell hatte bereits die Bezeichnung G-Modell. Das letzte Modell des 911ers wird auch als K-Modell bezeichnet.

Die im Jahre 1973 erfolgte erste größere Überarbeitung des Porsche 911 wurde durch ein US-Gesetz ausgelöst, das bei allen neu zugelassenen Fahrzeugen forderte, einen Stoß bei einer Geschwindigkeit von 5 mph = 8 km/h unbeschadet überstehen zu können. Um den wichtigen US-Markt nicht zu verlieren, wurde der 911er entsprechend mit in die Stoßfänger integrierten Pralldämpfern überarbeitet.

 

Motor:

 

Der Motor war – wie beim 356 – ein luftgekühlter Boxermotor, allerdings mit sechs statt den vier Zylindern des Vorgängers und mit einem Hubraum von 1991 cm³ (2 Liter).

Grund für die Erhöhung der Zylinderanzahl war zum einen, dass der Vierzylinder-Boxermotor des Porsche 356 nicht mehr mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand weiterentwickelt werden konnte, und zum anderen die Tatsache, dass ein Sechszylindermotor eine größere Laufruhe und somit höheren Komfort bietet.

Die Leistung und der Hubraum wuchsen stetig, sodass die Daten im folgenden Absatz nur für die erste Serie von 1963/64 gelten:

Die Leistung dieses Motors betrug 96 kW (130 PS) bei einer Drehzahl von 6100/min. Das Benzin-Luft-Gemisch wurde über zwei Solex-Dreifachvergaser aufbereitet. Eine Trockensumpfschmierung versorgte die beweglichen Motorkomponenten mit Öl und diente der inneren Kühlung des Motors. Außerdem besaß das Triebwerk einen großen Ventilator zur Kühlung, der im Motorraum optisch dominierte.

Im Verlauf der Modellpflege wurde der Hubraum des 911ers zunächst auf 2,2 Liter, später auf 2341 cm³ (2,4 Liter) und beim Carrera RS sogar auf 2687 cm³ (2,7 Liter) mit entsprechendem Leistungszuwachs angehoben.

 

Motor G-Modell:
Die Grundkonstruktion des luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotors wurde beim G-Modell beibehalten.
Der Hubraum des Motors beim Einstiegsmodell betrug 2687 cm³ (2,7 Liter) und lieferte in dieser Version 110 kW (150 PS).

Statt eines Vergasers oder einer mechanischen Gasgemischaufbereitung wurde eine elektronische Einspritzanlage, die sogenannte K-Jetronic von Bosch eingebaut. Diese sollte für einen geringeren Schadstoffausstoß und Verbrauch bei den Fahrzeugen sorgen.

Eine Ausnahmestellung nimmt der Carrera 2.7 ein, in welchem noch drei Jahre der Motor des legendären RS mit mechanischer Einspritzanlage verbaut wurde, mit deren Hilfe dieser Wagen eine Leistung von 154 kW (210 PS) erreichte. Dank niedriger Stückzahlen (Coupe: 1534 Targa: 610) stellt der 2.7 Carrera ähnlich wie der RS ein gesuchtes Sammlerstück dar.

Im Laufe der Jahre sorgten vor allem schärfere Abgasgesetze in den USA und Europa dazu, dass Porsche die K-Jetronic durch eine noch effektivere elektronische Einspritzanlage von Bosch, die Motronic (DME) ersetzte. Mittels dieser Anlage konnte die Motorleistung des Carrera auf zuletzt 170 kW (231 PS) und 160 kW (217 PS) bei Fahrzeugen mit Katalysator, die ab 1983 angeboten wurden, gesteigert werden. Dabei wurde der Verbrauch trotz der Leistungssteigerung verringert.

Eine Besonderheit stellt der 911 Turbo dar, dessen Motor mit einem Turbolader ausgerüstet ist. Bereits 1974 wurde der Wagen der Öffentlichkeit vorgestellt und wartete mit einer Leistung von 191 kW (260 PS) aus einem 2993 cm³ (3,0 Liter) großem Hubraum auf. Mittels Hubraumerhöhung auf 3299 cm³ (3,3 Liter) und einem zusätzlichen Ladeluftkühlers wurde die Leistung ab 1978 auf 221 kW (300 PS) erhöht, die der Wagen bis zum Produktionsende 1989 hatte.

 

Karosserie:

 

Der Wagen war größer und auch innen geräumiger als der 356. Die Fensterflächen waren größer und ergaben eine bessere Rundumsicht, die zur höheren Verkehrssicherheit beitrug. Der Radstand wurde vergrößert und ermöglichte ein für die 1960er Jahre komfortableres Reisen als mit dem Vorgänger. Ebenso wuchs der Kofferraum an, der sich beim Porsche 911 vorne befindet.

Es heißt, dass Ferdinand Alexander Porsche für den Entwurf der Karosserie unter anderem die Maßgabe hatte, mindestens ein Golfschlägerset im Kofferraum unterbringen zu können, da die typische Porsche-Kundschaft so etwas beim 356er vermisst habe. Das Hauptkriterium für die Karosserie war jedoch eine hohe Wiedererkennung als Porsche bzw. eine Ähnlichkeit mit dem Porsche 356. Ebenso war der Heckmotor (hinter der Hinterachse) ein festes Kriterium, das im Pflichtenheft der Karosserieentwickler stand.

Zusammen mit Erwin Komenda, der bereits beim Porsche 356 die Entwicklung maßgeblich beeinflusste, brachte Ferdinand Alexander Porsche das Design des 911ers heraus, das nahezu 30 Jahre lang unangetastet blieb. Das sogenannte Urmodell selbst wurde bis 1972 in verschiedenen Ausstattungsvarianten (T, L, E und S) und Karosserieformen (Coupé und ab 1966 der Targa) gebaut. Die Ausstattungsvariante T stand für Touring, das 911er-Einstiegsmodell. Die Varianten L (1968) und E (1969–1973) bedeuteten Luxus bzw. Einspritzer; sie waren stärker motorisiert und besser ausgestattet als ein 911 T. Beim Topmodell Porsche 911 S stand das S für Sport.

 

Karosserie G-Modell:
Der Hauptunterschied zwischen dem Urmodell und dem sogenannten G-Modell sind vor allem die großen Stoßstangen des neueren 911ers – diese sind wuchtiger geraten. Vor allem die faltenartigen Kunststoffübergänge zwischen den Stoßstangen und der Karosserie haben dem Modell den Spitznamen Faltenbalg eingebracht.

Außerdem wurden die vorderen Blinkleuchten aus der Karosserie entfernt und in die Stoßstange integriert. Hinten ist das zwischen den Rückleuchten durchgehende rote Reflektorband mit der Aufschrift „Porsche“ ein weiteres Haupterkennungsmerkmal. Sportlichere Modelle, wie z.B. der Carrera oder der Turbo, haben weiter nach außen ausgestellte Kotflügel vorne und besonders hinten, um breitere Räder aufnehmen zu können. Andere Unterschiede an der Karosserie zu dem Urmodell, wie z.B. der nochmals vergrößerte Radstand, sind optisch kaum zu erkennen.

Das G-Modell wurde in den Ausstattungsvarianten 911, S, Carrera, SC und Turbo angeboten, wobei der 911 Turbo eine Ausnahme bildet, da er bei Porsche intern die Entwicklungsnummer 930 hat und daher auch oft als Porsche 930 bezeichnet wird. Der Wagen konnte als Coupé, Targa und ab 1983 auch als Cabriolet bestellt werden. Im Jahre 1989 wurde neben den bewährten Karosserieformen auch eine Kleinserie des Speedsters aufgelegt.



Porsche 930 (911 Turbo)

 

Ab dem Modelljahr 1975 wurde die Modellpalette des Porsche 911 durch ein weiteres Mitglied erweitert. Der Porsche 930, besser bekannt als Porsche 911 Turbo, wurde ab diesem Zeitpunkt produziert und stellte damit das neue Spitzenmodell von Porsche dar.

Wie üblich basierte der Motor auf dem luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor der anderen 911-Modelle. Allerdings wurde der Hubraum von 2,7 auf 3,0 Liter vergrößert und zusätzlich mit einem Turbolader versehen. In dieser Version leistete das Aggregat 191 kW (260 PS) bei 5500/min.

Der 930 ist verwandt mit den Turbo-Rennwagen von Porsche aus dieser Zeit, dem Porsche 934 und Porsche 935 sowie dem Porsche 936.

Optisch ist der Turbo an seinen stark nach außen verbreiterten Kotflügeln und dem großen Heckflügel zu erkennen.

Im Jahr 1978 wurde die Leistung des Turbos noch einmal auf 221 kW (300 PS) angehoben. Erreicht wurde dies vor allem durch eine weitere Hubraumerhöhung auf nun 3,3 Liter und insbesondere den Einbau eines Ladeluftkühlers. Damit blieb der 911 Turbo das stärkste Modell bei Porsche und konnte sich weiterhin von dem neuen, nicht ganz so leistungsstarken Porsche 928 abheben.

Äußerlich ist der Unterschied zwischen dem 3,0 und dem 3,3 Turbo hauptsächlich an dem veränderten Heckflügel auszumachen. Beim 3,0 ähnelt dieser noch einer Walschwanzflosse. Der 3,3-Liter-Turbo besitzt dagegen einen größeren Heckflügel mit Unterbau, damit der Ladeluftkühler darunter noch Platz findet. Außerdem ist die umlaufende Gummilippe an den Rändern hochgezogen, um so noch mehr Luft in den Motorraum hineinführen zu können.

In der 3,3-Liter-Version wurde der Porsche 930 bis 1989 hergestellt. Dabei konnte der Wagen ab dem Modelljahr 1987 neben dem klassischen Coupé auch als Cabrio oder als Targa erworben werden.

Im Jahr 1990 löste der Porsche 965, der auch als Porsche 964 Turbo bekannt ist, den ersten 911 Turbo ab.

 

Der Carrera RS 2.7:

 

Eine Sonderstellung unter den Urmodellen des 911 nahm der Carrera RS mit dem 2,7-Liter-Sechszylinder-Boxermotor ein.

Um die Homologation für den Rennsport zu erlangen, stellte Porsche zunächst 500 Stück dieses Rennwagens in einer Kleinserie her. Der Wagen unterschied sich äußerlich von den anderen 911ern durch seine vorne und hinten ausgestellten Kotflügel, die charakteristisch für alle späteren Carrera-Modelle waren. Vorne wurde ein spezieller Frontspoiler mit einer Öffnung für den Ölkühler angebracht. Das Heck zierte erstmals ein Flügel bzw. Spoiler, der wegen seiner Form Entenbürzel genannt wurde. Der Wagen war serienmäßig mit den sogenannten Fuchsfelgen in 15 Zoll und der Bereifung 185/70 VR 15 vorne und 215/60 VR 15 hinten ausgestattet.

Der Motor hat einen Hubraum von 2687 cm³ (2,7 Liter), der bei 6300/min 154 kW (210 PS) leistete. Der Wagen wurde in Leichtbauweise aufgebaut, sodass er in der Sportausführung nur etwa 975 kg und in der Touringausführung etwa 1075 kg wog.

Unterschiede zwischen beiden Modellen bestanden in der Innenausstattung. Der RS-Touring hatte die Serienausstattung des 911 S, während der RS-Sport keine Rücksitze hatte und der Fahrer in einem Recaro-Schalensitz saß. Ferner fehlten im Innenraum eine Zeituhr und eine Sonnenblende auf der Beifahrerseite. An beiden Türverkleidungen fehlten Armlehnen und Ablagekästen. Statt einer Bodenverkleidung aus Teppich war der Fußraum mit Gummimatten ausgelegt. Weitere Unterschiede bestanden in der Karosserie: Der RS-Sport hatte fest verglaste Fondseitenscheiben, die Zierleisten waren aus PVC anstatt aus Gummi, das Porsche-Wappen war ein einfacher Aufkleber usw.

Ebenso bestanden leichte Unterschiede in der Elektrik. Der RS-Sport hatte z. B. nur eine Batterie und ein Tieftonhorn anstatt einer Zweiklangfanfare als Hupe. Zudem gab es tief greifende Unterschiede bei Fahrwerk, Aufhängung, Tankvolumen, Reserverad usw.

Für all jene, die keinen RS ergattern konnten, wurde derselbe Motor von 1974 bis 1976 in der Topversion Carrera des G-Modells eingebaut. Diesen Carrera 2.7 gab es nur in geringer Stückzahl (Coupe: 1534 Targa: 610). Heute ist er ähnlich wie der RS ein gesuchtes Sammlerstück.

 

 

Quelle: www.wikipedia.org

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